česky
deutsch
poruski


Burg Vildštejn (Wildstein) liegt nördlich von Cheb (Eger) auf der westlichen Seite der gleichnamigen Stadt (heutzutage Skalná). Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1225, wenn sein Name erscheint in einer der Prädikaten eines Geschlechtszweiges Nothafts, das einer der führenden Adelsfamilien in Egerland gehört. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits die Burg, das genaue Datum ist nicht bekannt, so gilt, dass es gegen das Jahr 1166 war und zwar von der Analyse der Originalteile, die in ursprünglichen Burgfragmenten bewahrt wurden. Im Jahr 1295 wird erwähnt noch Engelhard Nothaft von Vildštejn und der Sohn Adalbert Nothaft von Falkenau (Sokolov), der ein römischer Ministerial war.

Die Burg war im Besitz der Nothafts im Jahr 1298, als sie für ein Jahr lang von Elgelhart Vildštejn an Waldsassener Kloster versetzt wurde. In den Jahren von 1299 bis 1362 war die Burg im Besitz des Geschlechts Rabs aus Mechelsgrün und 1362 gewährt Kaiser Karl IV. die Grundherrschaft in das Lehen den Rittern Walter und Rudolf von Ramberk. Seit dem Jahre 1375 wurden die Besitzer der Burg die Ritter Sigismund und Pavel Frankengrüner.

Während der Hussitenkriege gewannen Šliks die Burg, aber schließlich verkaufte es Albert Šlik an Nikolai Gummerauer. Dieses Geschlecht besitzt dann die Burg fast ein Jahrhundert. Für den Widerstand gegen den tschechischen König wurde die Burg im Jahre 1452 von den Truppen Jiří von Podebrady niedergebrannt.1522 fiel die Burg wieder in den Besitz des Geschlechts von Šliks, wenn sie Jeroným Šlik durch Heirat erwarb. Er verkaufte sie im Jahr 1531 an Wolf von Viršperk, dessen Geschlecht hier bis 1596 regiert.

Viršperks waren jähzornig und brutal und ihre Regierung war voll von großen und oft blutigen Auseinandersetzungen mit der Stadt Cheb (Eger) und den anderen Nachbarn, sogar auch oft mit ihren eigenen Verwandten. Diese Auseinandersetzungen riefen bereits 1539 einen Zug gegen Vildštejn wegen der Streiten zwischen egerer Gilden und Viršperks auf. In einem blutigen Kampf unter der Burg wurden Meister mit ihren Leuten und mit egerer Gerichtsvollzieher durch Schüsse abgestoßen. Dennoch war Volf von Viršperk 1546 -1547 egerer Burggraf und markgrafenverwalter in Hohenberg (im heutigen Bayern). Er starb im Jahre 1561. Sein Sohn Volf Adam wurde bereits 1568 mit einem Bann für den Mord an Vogt von Vildštejn belegt. Ein Jahr später ermordete Kašpar von Vildštejn seinen Cousin Abraham von Starý rybník. Kurz nach dem Feuer in Vildštejn ermordete Bartl Viršperk seinen Verwandten Volf Kryštof und Herrn Lamingen. Eine Reihe von anderen blutigen Verbrechenrief zwei neuen Züge gegen Vildštejn (1579 und 1596). In dem zweiten wurde Kašpar Viršperk gefangen und ins Gefängnis zunächst in Cheb und dann in Weißen Turm auf Prager Burg gesetzt. Er wurde zu Bußgeld 6000 Gulden (Goldenen) und zu Besitzkonfiskation verurteilt. Und da starb er im Jahre 1607.

Im Jahre 1614 kaufte Zikmund Abraham von Trautenberk die Burgherrschaft für 18 000 egerer Golden. Dieses Geschlecht besaß die Burg fast 200 Jahre. Trautemberks hatten Streitigkeiten mit Untertanen, denen sie überschüssige Arbeiten vergaben, auch mit der Stadt Cheb (Eger), die kein Bierbrauen in Vildštejn leiden wollte. Der Streit gipfelte in der Bezeichnung einer der Töchter des Trautenberk für eine vermeintliche Hexe, der Verbrennung und folgende Einnahme des Familienbesitzes drohte. Aber die Tochter wurde nie gefunden und nicht verbrannt. Von dieser Zeit stammen die Überreste, die eingemauert in der Burg gefunden wurden. Würde es sich um ihre Überreste gehandelt?

Bau des Schlossgebäudes im Stil des barocken Klassizismus gegen das Jahr 1783 hörte die Burg auf als Adelssitz zu dienen. Trautenberks hatten die Herrschaft bis 1799, als die Burg der Ritter Jan Jiri Wilhelm von Helmfeld für 160 000 Gulden kaufte, das Geschlecht besaß sie bis 1884, als Baron Engerhardt Wolkenstein-Trostburg sie für 400 000 Gulden kaufte. Im Jahr 1818 wurde die Stadt Vildstejn (Skalná) niedergebrannt und durch das Feuer wurden das Schloss und das Burggebäude betroffen.

In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts ließen die Wilhelms die Burg an Brauerei umgebaut. Als das Landgericht in Vildštejn im Jahr 1850 gegründet wurde, verpachtete Ritter Osvald Wilhelm von Hemfeld dem Gericht außer Schlosses auch das Burggebäude, und die Brauerei wurde bald aufgehoben.

Am Ende des ersten Weltkrieges kaufte die Burg Frederick Adam Geipel. Im Jahr 1945 wurde ihm seine Burg und Schloss vom Staat konfisziert. Im Jahr 1950 wurde das Landgericht abgebrochen, die Burg wurde von den rumänischen Remigranten besessen, die alle Holzteile verbrannten und beide Objekte wurden ganz verwüstet.

Seit 1951 war das Objekt im Besitz des Staates und später der Stadt Skalná. Das Schloss und die Burg wurden völlig verwüstet und mit einem völligen Fehlen von Wartung fast zerstört. In den 80er Jahren entdeckte Herr Zdeněk Buchtele die Ruinen der Burg, zusammen mit ein paar Enthusiasten und mit finanzieller Unterstützung des Staates, gelang es ihm, den Verfall der Burg zu stoppen. Für das Schlossgebäude wurde auch in den 80er Jahren Abriss Entscheidung erlassen und das Gebäude wurde aus dem Grundbuch gelöscht. Zum Glück schaffte der totalitäre faule Arbeiter das Gebäude nie völlig ab.

Im Jahr 1999 kaufte Herr Miroslav Pumr die Burg und die Reste des Schlosses,. Nach zweijähriger intensiver Restaurierung wurde die Burg für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Gründer dieser Burg Familie Nothaft ließ ihn für diese Anstrengung zu edlem Status mit dem Recht vom Titel des Ritters zu erheben.

Das ganze Gebäude ist heute ganz renoviert. Drin befindet sich Burgmuseum, mittelalterlicher Schmausraum, Königssaal, Zeremonienhalle und Feuerwehrtechnikmuseum.

Das neue Schlossgebäude bietet heute einen Besichtigung durch die mittelalterliche Schmiede, Gefängnis und Gefängnismuseum in Vildštejn. Seine Renovierung setzt immer fort.